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4. Jul. 2011

Silvester Reindl

Wanderführer in Lech am Arlberg

Silvester Reindl

Mehr als 10’000 Kilometer in den Waden

Er hat rund 10’000 gewanderte Kilometer und pro Saison 40’000 Höhenmeter in den Waden und kennt fast alle Hänge, Schluchten und Bergwiesen in Lech und Umgebung. Unser Wanderführer Silvester Reindl führt die BURG Gäste bis ins hochalpine Gebirge. Ein Gespräch über Naturwunder und besondere Erlebnisse.

Sie kennen quasi jeden Stein hier, sind schon zig Kilometer gewandert. Was macht die Faszination Wandern aus?
Silvester: Am meisten ist es die Ruhe, die in den Bergen herrscht. Es gibt kein Lärm hier oben. Die Entspannung kommt trotz anstrengender Touren nicht zu kurz. Das Panorama und die Nähe zur Natur sind immer wieder von neuem wunderschön. Dazu gehört zum Beispiel auch das Riechen der Brunelle, einer Orchideen-Art, die bei uns vorkommt.

Worin besteht die Aufgabe eines Wanderführers? Wo und wie wird er am meisten gebraucht oder gefordert?
Silvester: Der Wanderführer hat gegenüber der Gruppe eine grosse Verantwortung. Um dieser gerecht zu werden und die grösstmögliche Sicherheit zu gewährleisten, ist eine gute, der Gruppe angepasste Tourenplanung zwingend notwendig. Ich leiste Hilfestellung,
sei es im unwegsamen Gelände oder auch bei schwierigen Wetterverhältnissen wie Gewittern.

Wie wandert man heute? Gibt es Unterschiede zu früher?
Silvester: Wandern ist heute ein Sport für alle, die Berge begeistern junge wie ältere Menschen. Heute gibt es also bedeutend mehr Wanderer und dadurch leider auch mehr Unfälle wegen Unachtsamkeit und Leichtsinn. Nicht jeder Wanderer ist sich der Gefahren des Berges bewusst oder kennt die Bedingungen der Bergwelt.

Wenn Gäste zum schönsten Platz geführt werden wollen, wohin wandern Sie dann mit ihnen?
Silvester: Es gibt sehr viele schöne Plätze in Lech und Umgebung. Für mich gehören der Butzensee und auch der Zürser See zu den Favoriten. Ein schönes Fleckchen Erde findet man auch beim Wasserfall in Zug (Lechuferweg). Spektakulär ist auch der Blick über das Steinerne Meer, ein Hochplateau, das von Dachsteinkalk und Karsterscheinungen geprägt ist.

Gibt es ein besonderes Wander-Erlebnis, das Sie erzählen können?
Silvester: Ein ganz besonderes Erlebnis hatte ich mit meiner Wandergruppe auf dem Weg zum Erli-Joch auf über 2’400 m ü. M. Wir trafen auf zwei ausgewachsene Steinböcke, die uns sogar ein Stück weit begleiteten. Alle waren begeistert, und es wurde auch beim Abendessen noch darüber gesprochen.

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