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24. Sep. 2018

Skyspace Lech

Das begehbare Kunstwerk von James Turrell am Arlberg

Skyspace Lech

Ein schlichter Raum, eine ellipsenförmige Öffnung, ein größtenteils unterirdisches, begehbares Kunstwerk. Mitten in Lech, nur wenige Minuten der BURG entfernt, steht sie - die neue Vorarlberger Attraktion. Zu verdanken ist sie keinem anderen als dem weltweit bekannten US-amerikanischen Künstler James Turrell. Auf 1.780 m Höhe erschuf er einen ganz besonderen Ort. Das Credo? „Seeing yourself seeing“.

„Wir sind uns nicht bewusst, dass wir selbst dem Himmel seine Farbe geben“, so James Turrell, einer der bedeutendsten internationalen Lichtkünstler unserer Zeit. Mit dem neu eröffneten Skyspace-Lech möchte Turrell daher vor Augen führen, wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen. Zwischen leuchtenden Lichtfarben und einem Wechselspiel aus Natur, Formen, Raum und Materialien können sich Besucher hier seit dem 17. September 2018 ganzjährig sensibilisieren lassen und so die eigene Wahrnehmung erfahren und prüfen. Es geht um die Stärkung des Bewusstseins, die im sogenannten „Lichtraum“ durch das Zusammentreffen von Himmel und Erde erreicht wird. Hier wird Kunst erlebbar!

9 x 6 x 5,2 Meter Lichtkunst inmitten der Natur

Die ersten Skizzen und Pläne für das größtenteils unterirdische Gebilde auf der Alpe Tannegg in Lech, entstanden bereits im Jahr 2014. Geboren wurde die Vision und Aktion „A piece of Heaven“ vom Verein Horizon Field, der James Turrell erst für Lech und den Arlberg gewinnen konnte. Zusammen mit engagierten Unterstützern entstand - auch durch die große Mithilfe von Spendern und rund 250 Baustein-Käufern - der 9 x 6 Meter große und 5,2 Meter hohe Raum mit seiner 3,5 x 2,6 Meter großen Kuppel. Der Zugang zu diesem zeitgenössischen Kunstwerk wird über einen 15 Meter langen Tunnel ermöglicht, dessen Blick beim Hinaustreten genau auf den Biberkopf-Gipfel ausgerichtet ist. Es bedarf durchaus eine Offenheit gegenüber der Lichtpoetik an diesem Fleckchen Erde, doch wer sich darauf einlassen kann, wird ziemlich sicher überrascht.

Ein grenzenloser Raum, mit Licht und Farbe geflutet

Ob die zu öffnende Kuppel nun geschlossen ist oder nicht, ein Besuch im Skyspace-Lech lohnt sich allemal – egal zu welcher Jahreszeit und egal bei welchem Wetter. Nimmt man Platz auf den Bänken im Raum und sieht durch die Öffnung geradewegs in den Himmel, so scheint dieser nahezu plastisch zu sein. Nimmt man Platz und die Kuppel ist geschlossen, so kann man den entstandenen „Ganzfeldraum“ entdecken. Bei einem Ganzfeld handelt es sich um ein strukturloses, gleichmäßig ausgeflutetes Sehfeld. Das Ergebnis: Fehlende Orientierung und der Eindruck eines wahrlich grenzenlosen Raums. Durch diesen Totalausfall der eigenen Tiefenwahrnehmung, richtet Turrell den Blick des Betrachters nach innen, auf die individuelle Wahrnehmung der einzelnen Person. Gelingt dies, ist das künstlerische Ziel erreicht.

Skyspace Lech

Das scheinbar raumlose Zusammenspiel von Farben und Formen im Skyspace-Lech, Kunst inmitten der Natur.

Öffnungszeiten und Führungen

Besichtigen können Sie den Skyspace-Lech sowohl im Sommer als auch im Winte, allerdings mit leicht geänderten Öffnungszeiten. Meist wird einmal pro Woche eine Führung angeboten, in der Interessierten das Gebilde und vor allem die Idee dahinter genauer nähergebracht wird. Die genauen Termine, Zeiten sowie Preise für die Führungen finden sie hier. Der Eintritt in den Skyspace ohne Führung ist kostenlos.

Nutzen Sie Ihren nächsten Aufenthalt in unserem 4*S Burg Hotel Oberlech und sehen Sie sich das neue Kunstwerk Vorarlbergs selbst an. Von der BURG startend, erreichen Sie den Skyspace zum Beispiel im Rahmen einer Wanderung zum Butzensee oder zur Kriegeralpe wunderbar zu Fuß – der Besuch lohnt sich!

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